Ein Gesicht genügt
Caro schrieb auf Obonjan: Wer auf einem Bild zu sehen ist und um Löschung bittet, dem komme ich nach. Das Recht der anderen sei nachrangig. Ein anständiger Satz, und dennoch die falsche Reihenfolge. Commissario Probus, venezianischer Ermittler, seit über dreißig Jahren im Dienst, erklärt bei einem Glas Wein, warum die Entscheidung nicht beim Löschen fällt, sondern lange davor. In einundzwanzig Schritten zeigt er, was ein einziges Foto heute preisgibt: Name, Wohnanschrift, Arbeitgeber, Tagesablauf, Familie. Und warum das Gesicht der eine Schlüssel ist, den niemand jemals rotieren kann.
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